Verkauf

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Wir bekanten auch runde

und gerundete

Platten

Firmenchronik


Herr Hans Franz FABIAN, geb. 1900 in Feistritz als Sohn des Bahnhofsvorstehers, studierte in Wien an der Handelsakademie, und begann seine Berufslaufbahn als Angestellter der BODENKREDITANSTALT, dem Vorläufer der CREDITANSTALT, heute BANK AUSTRIA. Dieses Institut ist bis heute unsere Hausbank.

Im Jahre 1932 heiratete Herr FABIAN Frau Livia RASPOTTNIG geb. 1903 in Triest. Mit der Mitgift und der Abfertigung der Bank machte er sich selbstständig, und kaufte sich in die „HOLZHANDLUNG KRAUS, STANKO & CO.“ als Miteigentümer ein. In den Folgejahren hat er den Betrieb zur Gänze übernommen.

Das Sortiment umfasste damals vor allem Schnittholz, Paneelplatten und Sperrholzplatten, später kamen auch die ersten Holzfaserplatten dazu. Das Firmengebäude bestand aus einem Kiosk am heutigen Standort, dahinter gab es einen Holzlagerplatz. Weitere Holzlagerplätze hatte die Firma an der Stelle des heutigen Kongresshauses am Margareten Gürtel, sowie im Arsenal. Für den Zuschnitt genügte damals eine Tischkreissäge, zugestellt wurde mit einem Handwagen.

Nach dem „Anschluss“ an das Nazideutschland wurde die Firma zunächst durch Herrn Arthur WOLF als kommissarischer Verwalter „arisiert“, in der Folge musste Herr Fabian aus rassischen Gründen Österreich verlassen. Die Firma trug immer noch die Bezeichnung „HOLZHANDLUNG KRAUS, STANKO & CO.“

Im Jahre 1945 kehrte das Ehepaar FABIAN nach Wien zurück, die Rückstellungsprozesse dauerten aber bis Ende 1948. Als Geschäftsführer fungierte Herr Josef JANK, der bis 1971 tätig war, und im  Verkauf Herr Kurt STEINIGER, der 1982 in den Ruhestand trat. Bis zu 10 Mitarbeiter waren damals in der Firma beschäftigt. Es wurde neben dem angestammten Sortiment auch Brennholz und Kohle vertrieben. Der Betrieb firmierte nunmehr unter „Holzgroßhandlung H.F.FABIAN“ 

Die Holzlagerplätze am Gürtel um im Arsenal wurden in den 50er Jahren aufgrund geänderter Kundenanforderungen aufgegeben, am Standort Schönbrunner Straße wurde ein Zubau zum Kiosk errichtet und am Holzlagerplatz Lagerschuppen  zur Unterbringung des inzwischen veränderten Warensortiments aufgestellt. Die ersten beschichteten Spanplatten dr Firma FUNDER sind aufgekommen, FUNDER Kachelplatten waren damals ein „Renner“, Holzleisten, Laubsägematerial. Während bis dahin vorwiegend Tischler bedient wurden, haben die neuen Holzwerkstoffe auch den Heimwerker angesprochen. Die erste Plattenaufteilsäge war von der Firma SESSER, und würde mittels Handkurbel bedient.

Ein Kleinlastwagen der Marke HANOMAG wurde zur Belieferung der Kunden und der hinzugekommenen Filialen angeschafft. In der Landstraßer Hauptstraße wurde die Firma SKOREPA übernommen, in der Ottakringer Straße 77 eine neue Betriebsstätte gegründet.

Die Filiale Landstraße wurde in den späten 60er Jahren von dem Zweigstellenleiter übernommen, und bis in die 2000 Jahre mit wechselnden Eigentümern weiter geführt. Die Filiale Ottakringer Straße wurde 1973 an Herrn Helmut SUSKE abgegeben, der diese unter eigenem Namen bis heute erfolgreich betreibt.

Die Kinderlosigkeit des Ehepaars FABIAN war hauptsächlich der Grund für die Reduzierung des Geschäftsumfangs, da Herr Fabian bereits über 70 Jahre alt war, und keinen Nachfolger hatte.

Dies hatte sich geändert, als Herr Hans ROSENFELD den Geschäftsführerposten des pensionierten Josef JANK übernommen hat. Hans ROSENFELD war ein Cousin des Herrn FABIAN, und kam nach der Niederschlagung des Prager Frühlings (1968) im Jahr 1969 mit seiner Familie aus der damaligen Tschechoslowakei nach Wien. Hans Rosenfeld hatte eine solide kaufmännische Ausbildung, die ihm für diesen Posten qualifizierte. Als Hans ROSENFELD 1974 einen schweren Verkehrsunfall hatte, wurde sein Sohn Michael ROSENFELD in die Firma geholt, um vorübergehend seinen Vater zu vertreten.

Nach längerer Rekonvaleszenz kehrte Herr Hans ROSENFELD in den Betrieb zurück, Michael ROSENFELD wurde durch die Zusage der späteren Firmenübernahme zum bleiben motiviert.

Michael ROSENFELD hat 1971 die Zimmerer - Lehre bei der Zimmerei Hans TENKRAT in Wien 15 mit  der Gesellenprüfung abgeschlossen und lernte den Tischlerberuf bei der Tischlerei POPPE in 3. Bezirk. Nach einem Arbeitsunfall war er einige Zeit nur beschränkt für physische Tätigkeit einsetzbar und hat daher einen Posten als Möbelverkäufer bei der Fa. MICHELFEIT in Wien 10. angenommen.

Nach seiner Berufung in die Firma FABIAN war er in allen Bereichen des Betriebes tätig, sowohl im Holzzuschnitt und Verkauf, als auch als Fahrer des LKW und in der Buchhaltung. Er nutzte die seine Erfahrungen zur Modernisierung des Betriebs und der Fertigungsabläufe. Die bisherigen Rechenmaschinen mit Kurbel wurden von elektronischen abgelöst, die mechanische Schreibmaschine durch ein zeitgemäßes Modell ersetzt.

Die erste Plattenaufteilsäge mit Vorritzer für beschichtete Platten des Herstellers Erwin WINTER und der RENAULT-LKW, wurden 1975 für die Firma angeschafft. Die am Gürtel befindlichen Plakatwände wurden durch eine Fassade mit großen Fensterflächen ersetzt, die dahinter liegenden bisherigen Lagerräume zu Verkaufs- und Werkstattflächen umgestaltet. Das Geschäft wurde von der Bedienung des Kunden vom Verkaufspult auf Selbstwahl mit Beratung umgestellt, Werkzeuge, Kleber, Möbelbeschläge, Schrauben und Kleineisenwaren in das Sortiment aufgenommen, das Leistenangebot ausgeweitet. Die Fassade wurde mit Einbindung der Zulieferer Logos umgestaltet, auch der Name FABIAN wurde zum Firmenlogo.

Mit der Gründung einer Kommanditgesellschaft 1980 wurde der Grundstein zur späteren Nachfolgeregelung gelegt, Michael Rosenfeld wurde zum geschäftsführendem Gesellschafter der „Holzhandlung Fabian KG“, Herr und Frau FABIAN zu Kommanditisten.

Der erste Computer fand 1989 den Weg in die Firma, die Buchhaltung mit Durchschreibebüchern und handgeschriebenen Fakturen gehörten nunmehr der Vergangenheit an. In der Folge wurde auch die erste computergesteuerte Plattenaufteilsäge von LANGZAUNER angeschafft, weiters auch eine Kantenanleimmaschine für Vorbeschichtetes Kantenmaterial und ein neuer Kleinlastwagen von MERCEDES.

Die geänderten Kundenanforderungen, der immer mehr spürbare Wettbewerb durch die Baumärkte in den 90er Jahren, lenkten weiter in Richtung mehr Kundenservice und Holzbearbeitung. Eine kombinierte Hobelmaschine und Fräse, eine Bandsäge, diverse Handmaschinen, die Großmaschinen wurden laufend durch modernere, leistungsfähigere ersetzt. Die zunehmende Mobilität unserer Kunden, die verbesserte Logistik unserer Lieferanten und das verstärkte Aufkommen von Kleintransportunternehmen machten den eigenen Fuhrpark unwirtschaftlich. Die Botendienste sind mit verschiedenen Fahrzeugtypen prompt verfügbar, der Arbeiter kann in der Werkstätte beschäftigt werden.

Herr Hans ROSENFELD ging in Pension, stand aber als Konsulent und „Troubleshooter“ seinem Sohn zur Verfügung. Im Jahre 1995 verstarb im gesegneten Alter Herr Hans FABIAN, im gleichen Jahr nach schwerer Krankheit auch Herr Hans ROSENFELD. Frau Livia FABIAN wurde fast 100 Jahre alt, sie starb 2002. Die Firma heißt jetzt „Holzhandlung Fabian Nfg. Michael Rosenfeld“.

Im Jahre 2006 wurde uns von der Stadt Wien der beabsichtigte Verkauf unseres Grundstücks bekannt gegeben. In der Folge wurden mit den verschiedenen Kaufinteressenten Verhandlungen über die Art des Fortbestandes unserer Firma im Rahmen der beabsichtigten Grundstücksverbaung geführt. Nicht alle Projekte hätten eine Weiterführung unseres Betriebes berücksichtigt.

Der Höchstbieter SELFSTORAGE hat uns die annähernd gleiche Fläche zu akzeptablem Mietpreis im neu zu bauendem Gebäude zugesichert. In vier Monaten wurde der Grossteil der Waren abverkauft, der noch vorhandene Warenbestand, Ladenstellagen und Werkzeuge wurden eingelagert, Maschinen zur Generalüberholung von den Herstellerfirmen abgeholt. Im Juli 2007 rollten die Bagger an, ein Kapitel der Firmengeschichte war abgeschlossen.

Die Bauzeit von 8 Monaten haben wir zu Betreuung von Stammkunden, Gewinnung neuer Kunden genutzt, Lieferverträge mit Partnerfirmen wurden überprüft und neu verhandelt. Neue Kontakte geknüpft, Fachmessen besucht, einiges an Zeit auch in die Weiterbildung investiert. Bei der Firma TISCHLERTECHNIK haben wir unsere neue Kantenanleimmaschine OLIMPIC K 201 der Marke  SCM bestellt, somit sind wir in der Lage auch Starkkanten zu verleimen. Die erste Version unserer Homepage ging ins Netz, und wird laufend angepasst.

Ab Februar 2008 waren wir mit der Einrichtung des Verkaufslokals, Aufstellung der Maschinen und Ergänzung der Warenvorräte beschäftigt. Ab März konnten wir schon Kundenbestellungen entgegennehmen, die vollständige Leistungsfähigkeit unserer Werkstätte war ab April gewährleistet.

Ein neues Kapitel der Firmenchronik ist aufgeschlagen. Wir glauben, dass es am Markt einen Bedarf für Betriebe unserer Art gibt. Wir sind auch unter den aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen optimistisch, noch viele Jahre unseren Kunden nicht alltägliche Warenangebote und Werkstattleistungen anzubieten. Durch Ihre Aufträge bestätigen Sie uns tagtäglich die Berechtigung dieser Annahme…….   

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